Meta investiert Milliarden in KI – Wachstum um jeden Preis?
Meta Platforms hat mit seinen aktuellen Quartalszahlen erneut die Stärke seines Kerngeschäftes unter Beweis gestellt. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar. Facebook, Instagram und WhatsApp bleiben damit hochprofitable Wachstumstreiber.
Doch hinter den starken Umsatzzahlen zeigt sich eine Entwicklung, die Investoren zunehmend beschäftigt: Meta investiert enorme Summen in Künstliche Intelligenz und die dafür notwendige Infrastruktur. Allein im zweiten Quartal lagen die Investitionsausgaben bei rund 31,1 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern inzwischen Investitionen zwischen 130 und 145 Milliarden US-Dollar. Noch im ersten Quartal hatte Meta eine Spanne von 125 bis 145 Milliarden US-Dollar genannt.
Die Strategie ist nachvollziehbar: KI verbessert bereits heute Empfehlungen und Werbeanzeigen auf Metas Plattformen und kann damit unmittelbar zur Monetarisierung beitragen. Gleichzeitig sollen langfristig neue Produkte und Geschäftsmodelle entstehen.
Genau hier setzt die Kritik einiger Analysten und Investoren an. Nicht die Investitionen in KI an sich steht infrage, sondern deren Größenordnung und zukünftige Rendite. Anders als bspw. Microsoft oder Amazon verfügt Meta bislang nicht über ein großes Cloud-Geschäft, über das KI-Infrastruktur zusätzlich monetarisiert werden kann.
Entscheidend wird daher sein, ob Meta seine Milliardeninvestitionen dauerhaft in höhere Werbeerlöse und neue Geschäftsmodelle übersetzen kann. Gelingt dies, könnte KI zum nächsten großen Wachstumstreiber werden. Bleibt die Monetarisierung hinter den Erwartungen zurück, dürfte dagegen die Frage nach der Kapitaldisziplin zunehmen lauter werden.
Quellen: Business Insider, Financial Times